Unica – You’re the only one #oneshot #Pokémon #fanfiction #TeamRocket

Unica – You’re the only one

James musste sich verhört haben. Hatte Jessie sich tatsächlich entschieden, ihr Leben mit Dr. White zu verbingen und Team Rocket zu verlassen? Das konnte nicht sein. Sie waren seit Jahren zusammen unterwegs, eine kleine, kaputte Familie. Doch ihr Entschluss stand fest und James würde nichts dagegen unternehmen. Er wollte ihren Traum nicht zerstören, wollte ihr nicht die Hoffnung auf ein sorgenfreies Leben nehmen. „Jessie,“ er flüsterte ihren Namen zum letzten Mal, bevor er aufstand und sich von der Hütte abwandte. „James. Du kannst sie doch nicht einfach hier zurücklassen,“ Mauzi versuchte zu protestieren, doch sein Teammitglied schüttelte nur betreten den Kopf. „Lass sie, sie hat etwas Glück verdient. Wir wollen sie nicht stören. Komm!“ James machte auf dem Absatz kehrt und rannte Richtung Wald. Sein Freund folgte ihm stillschweigend.

James rannte und rannte, so schnell seine Füsse ihn trugen. Er wollte so viel Abstand wie möglich gewinnen. Sein Kopf war voller Gedanken. Er erinnerte sich an all die gemeinsamen Abenteuer, die er mit Jessie erlebt hatte. Die schönen, aber auch die traurigen Momente, Momente der Verzweiflung, wenn sie nicht einmal mehr die Butter auf dem Brot hatten, weil Jessie ihr gesamtes Vermögen für neue Kostüme ausgegeben hatte. Jessie, ihre wunderschöne magenta-farbene Mähne, ihr Humor und ihre Motivationskraft. Wie oft waren sie aneinandergeraten, hatten sich jedoch bald wieder versöhnt und auf ihr starkes Band der Freundschaft angestossen? Wie oft hatte sie ihn zum Lachen gebracht, wenn die Erinnerungen an eine schreckliche Vergangenheit ihn wieder eingeholt hatten? Sie war ein guter Mensch, vielleicht etwas launisch, aber James hätte sich keine bessere Partnerin vorstellen können. Eine einsame Träne rollte über seine Wange, ein zweite folgte ihr. Er weinte, der Verlust traf ihn tief. Jetzt waren nur noch er und Mauzi übrig. „Alles in Ordnung mit dir, James?“ der Kater blickte an ihm hoch. James Augen waren gerötet, er wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. Jessie hatte eine grosse Lücke hinterlassen und er vermisste sie bereits. James schüttelte den Kopf und schluchzte. Er war sehr nah am Wasser gebaut.

Sie liefen zu ihrer Hütte im Wald und teilten ihren Pokémon mit, dass Jessie sie verlassen hatte. James setzte sich auf die Couch und vergrub das Gesicht in seinen Händen. Die Trennung hatte ihm zugesetzt. Sein Kopf war leer, er fühlte sich leicht benommen. Das war doch nur ein schrecklicher Alptraum, Jessie würde sie nie im Stich lassen. Doch ein Blick auf ihren leeren Platz belehrte ihn eines Besseren. Womöglich sass sie mit dem Arzt am Tisch, lachte, trank und ass eine warme Mahlzeit, alles, was James ihr nur selten bieten konnte. Der Arzt würde ihr Komplimente machen, sie loben und lieben, alles, wovor James sich so sehr fürchtete. Er war wie immer ein Angsthase geblieben, traute sich nicht, Jessie seine Gefühle zu beichten. Er mochte sie, sogar sehr. Sie war stets an seiner Seite, er genoss ihre Nähe, auch wenn er ihr das nie sagen konnte. Seine Vergangenheit hatte Spuren hinterlassen. Die Angst stieg in ihm hoch, er wollte sich nie mehr binden, zu schlimm waren die Torturen, die er damals aushalten musste. Jetzt war es zu spät. Er hatte geschwiegen und Jessie nie wirklich gezeigt, wie viel sie ihm bedeutete. Er hasste sich für diese Feigheit. Am liebsten würde er sich selbst ohrfeigen. Tag für Tag hatte er einen Rückzieher gemacht, jede Chance verpasst. Damals im Schiffswrack, in Maiden’s Peak oder an dem Tag, an dem er seine Familie und die schaurige Geschichte ein für allemal hinter sich gelassen hatte. So viele Möglichkeiten, Jessie für sich zu gewinnen und ihr zu zeigen, dass sie der wichtigste Teil in seinem Leben war. Sie hatte ihm sogar Zeichen gegeben, mochte es, ihn zu necken und mit ihm zu flirten. Er ging nie darauf ein, wollte seine Ruhe und nicht einmal an Liebe oder eine Beziehung denken.

Wenn er doch alles rückgängig machen könnte. Er würde sofort auf Jessie zugehen, nach ihren zarten Händen greifen und ihr tief in die Augen blicken. Er würde ihr all das sagen, was er für sie empfand, was er an ihr so sehr schätzte. Er würde einen Schritt auf sie zu machen, ihr Gesicht in die Hände nehmen und ihr einen Kuss auf die Lippen drücken, so wie er es schon lange geplant, sich aber niemals getraut hatte. Was würde er für eine letzte Chance geben?

Mauzi setzte sich neben ihn. Auch er wirkte bedrückt, grübelte. „Schade, ich werde diese Furie vermissen,“ er blickte zu seinem Freund. James stiess einen tiefen Seufzer aus. „Ich habe es vermasselt, Mauzi. Nicht nur der Arzt, auch ich habe Gefühle für unsere Jessie,“ gestand James. Mauzi konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. „Denkst du, das wusste ich nicht? So, wie du sie immer angesehen hast, wie du sie unterstützt hast und ihr geholfen hast, wenn sie einen schlechten Tag hatte? Jedes Mal hoffte ich, dass du den Mut zusammennehmen würdest und ihr deine Gefühle gestehst, doch du bist leider immer in dein Schneckenhaus zurückgekrabbelt und hast dir nichts anmerken lassen. Ich glaube, sie hat das gemerkt und irgendwann hat sie sich von der Idee verabschiedet, dass du mehr als ein freundschaftliches Interesse an ihr hast,“ antwortete Mauzi, ohne James aus den Augen zu lassen. James dachte über die Worte seines Freundes nach. Mauzi hatte vollkommen Recht. James musste das wieder auf die Reihe kriegen, musste Jessie aufsuchen und ihr all die Dinge sagen, vor denen er sich so sehr gegrault hatte, denn das hatte sie verdient. Er wollte der Mann an ihrer Seite sein und bleiben. Er wollte sich um sie kümmern, sie anfeueren und beglückwünschen. „Weisst du, Mauzi, was ich ihr gerne sagen würde? Ich würde sie fragen, wenn du ein anderes Leben lebst, mit wem bist du zusammen? Wer wird dich so nehmen, wie du bist? Wer wird dich in die Arme schliessen? Wer wird dir zurufen: Du bist einzigartig!? Ich bin das! Ich sollte jetzt bei ihr sein und nicht wie ein Angsthase den Schwanz einziehen. Komm, lass uns gehen! Wenn nicht jetzt, wann dann? Wann werde ich noch die Möglichkeit haben, sie umzustimmen und für mich zu gewinnen?“ James hüpfte von der Couch. Er musste sich trauen, oder er würde Jessie für immer verlieren.

Zielsicher und fest entschlossen, rannte er aus der Hütte, um Jessie aufzusuchen. Sie machten sich auf Richtung Ärztehaus, doch schon bald zog jemand ihnen einen Strich durch die Rechnung. Der Pokémon-Jäger war wieder auf der Pirsch und sperrte sie ohne mit der Wimper zu zucken in einen Käfig. Sie waren gefangen, konnten nicht fliehen und die Zeit lief James davon. Wer würde sie aus dieser Misere befreien? Die Retterin in der Not liess zum Glück nicht lange auf sich warten und James traute seinen Augen nicht. Jessie stand auf einem grossen Steinbrocken und rezitierte einen Teil ihres berühmten Mottos. Ihr gelang die Befreiung ihrer Freunde und James wurde schlagartig klar, dass Jessie ihrem Team treu bleiben wird. Sie brachen in Tränen aus, schluchzten herzzerreissend. Er und Mauzi gesellten sich zu Jessie und beendeten gemeinsam ihren Vers. Als komplettes Team kämpften sie gegen den Pokémon-Jäger und schlugen ihn in die Flucht.

Später am Abend sassen Jessie und James um ein kleines Feuer. Das war der passende Moment, ihr seine Gefühle zu gestehen. Er warf Mauzi einen vielsagenden Blick zu. Dieser stand auf und verliess wortlos die Feuerstelle. Wie sollte James beginnen? Er kannte ja nicht einmal den Grund für Jessies Entscheidung. „Wieso bist du nicht bei Dr. White geblieben?“ wollte er wissen. Jessie rührte sich nicht. Sie starrte auf die tanzenden Flammen vor ihrem Gesicht. „Ich wollte meine Team-Rocket-Uniform an den Nagel hängen und mein Leben mit Dr. White verbringen, das ist wahr. Aber er hatte nicht wirklich Gefühle für mich, er hat sich bloss so gut um mich gekümmert, weil das in seiner Natur liegt. Sein Herz hat er bereits an eine andere Frau geschenkt, das wurde mir sehr bald bewusst. Also beschloss ich, zurückzukehren. Zurück zu Team Rocket und zurück zu dir,“ sie drehte sich zu James und sah ihn an. In ihren Augen spiegelten sich die Hoffnung und grosse Erwartungen. James strich ihr eine Haarsträhne hinters Ohr. „Danke, Jessie. Ich weiss, dass ich ein ruhiger und zurückhaltender Geselle bin, aber es ist Zeit, dass ich dir etwas Wichtiges sage,“ er räusperte sich und griff nach ihrer Hand. James zog sanfte Kreise in ihrer Handinnenfläche. Ein wohliges Ziehen schoss durch seinen Körper. Er fühlte die aufsteigende Hitze, die aufgestauten Emotionen. „Jessie. Bitte, verlass mich nicht, gib uns noch nicht auf. Ich hatte Angst, Angst dir die Wahrheit zu sagen, weil ich vor der Ungewissheit bangte, aber ich mag dich. Ich mag dein Lächeln,“ mit dem Finger zeichnete er die Form ihrer Lippen nach, „ich mag deine Ausstrahlung, deine Kraft und Durchhaltevermögen. Alles an dir, du bist einzigartig!“ er errötete. Das war gar nicht so einfach, doch Jessie hörte ihm aufmerksam zu. „Ich möchte versuchen, dir ein noch besserer Freund zu sein. Dich zu unterstützen in all deinen Plänen und in guten, wie in schlechten Tagen an deiner Seite sein,“ er beugte sich vor, so dass nur noch ein winziger Abstand zwischen ihnen war. Sie konnte seinen warmen Atem auf ihren Wangen spüren. „Was hast du vor?“ sie war erstaunt. Noch ein bisschen näher, bis sich ihre Lippen berührten. Sein Kuss war ehrlich und feurig. Sie liess sich gehen und versank in seinen Liebkosungen. Jessie erwiderte den Kuss und schlang die Arme um James. Er zog sie näher an sich ran. Küsste sie voller Leidenschaft und Begierde. Endlich hatte er sich gewagt, endlich hatte er sein Ziel erreicht.

ENDE

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Sehr vielversprechend! #MittendrinMittwoch #Buchtipp #1

Hallo liebe Bücherfreunde

#MittendrinMittwoch wurde von Elizzy auf readbooksandfallinlove ins Leben gerufen.
Wir stellen jeweils am Mittwoch ein Buch vor, welches wir gerade lesen. Ich habe mich dazu entschlossen, bei dieser Aktivität mitzumachen und präsentiere euch heute „Murder Park“ von Jonas Winner.

murderpark Mein Freund hat mir dieses Buch zum Geburtstag geschenkt und es entspricht genau meinem Geschmack: Ein Thriller, zwölf Menschen auf einer Insel, ein Mörder geht um.

„Es war so etwas wie eine Unruhe, ein Gefühl des eigenen Gefährdetseins, das in ihren Pupillen zu schimmern schien.“ (S. 129)

Ich bin gespannt, was mich noch erwartet!

Das Buch gibt es hier.

Montagsfrage #1

Hallo zusammen,

ich bin gerade auf der Suche nach Aktivitäten und Challenges auf wordpress und bin über einen Blog auf die „Montagsfrage“ gestossen, die ich nun gerne wöchentlich beantworten möchte. Die Idee wurde von Lauter&Leise ins Leben gerufen.

Die heutige Frage lautet:

Welches Buch gehört dieses Jahr auf jeden Fall auf die Weihnachtswunschliste?

Naja, das ist etwas schwierig, da ich gestern Geburtstag hatte und mit Büchern überschüttet wurde, unter anderem wurde mir Save us von Mona Kasten und Murder Park von Jonas Winner geschenkt. Was ich aber auf jeden Fall lesen möchte, ist Friedrich Delitzsch und der Babel-Bibel-Streit von Reinhard G. Lehmann, welches sich mit dem Thema meiner Dissertation deckt und mir hoffentlich neue Denkanstösse bescheren wird. Leider sind solche Abhandlungen sehr teuer und nicht überall erhältlich, deshalb werde ich wohl alle Bibliotheken der Schweiz abklappern, um mir ein Exemplar auszuleihen.

Ansonsten wären I am haunted von Zak Bagans oder Verity von Colleen Hoover weitere Kandidaten.

Alles Liebe
Eure Melanie

Das Heim #rezension #buchrezension

Guten Morgen Bücherfreunde

Heute feiere ich meinen 27. Geburtstag, wie die Zeit vergeht. Passend zum Thema Alter und Älterwerden stelle ich euch den gruseligen Roman „Das Heim“ von Mats Strandberg (2018) vor, erschienen bei Fischer TOR.

Elizzy von readbooksandfallinlove.com und ich waren vor einigen Wochen im Buchhandel und sie drückte mir diese Lektüre in die Hand. Der Klappentext weckte mein Interesse, da die Geschichte das Thema Demenz aufgreift. Da ich selber Familienangehörige hatte, die unter dieser Krankheit litten, war ich gespannt, wie Strandberg die Symptome, den Verlauf und die Auswirkungen dieser tückischen Last in seine Handlung einbaut und ob er sich der gängigen Klischees bedient.

Das Cover ziert eine in die Jahre gekommene Dame, die aus einer schwarzen Masse direkt in die Augen des Betrachters starrt. Es wirkt bedrückend und beängstigend, man möchte mehr über die Figur auf dem Umschlag erfahren und was sie im Seniorenzentrum durchlebt. dasheim

Inhalt gemäss Orell Füssli:

Zum ersten Mal nach zwanzig Jahren kehrt Joel zurück in sein Heimatstädtchen an der schwedischen Westküste, um seine demenzkranke Mutter zu pflegen. Seit ihrem Infarkt ist Monika nicht mehr dieselbe, und schweren Herzens bringt Joel sie im Seniorenheim unter, wo sie sich zunächst zu erholen scheint.

Doch schon bald verschlechtert sich Monikas Zustand: Sie magert ab. Wird ausfallend. Und spricht dunkle Geheimnisse aus, von denen sie eigentlich gar nichts wissen kann. Manche der Alten halten sie deshalb für einen Engel, andere für einen Dämon, und auch auf Joel wirkt seine Mutter, als wäre sie nicht sie selbst.

Eine von Monikas Pflegerinnen ist Joels Jugendfreundin Nina. Seit zwanzig Jahren haben die beiden nicht miteinander gesprochen, und so schmerzhaft sich ihre Wege damals getrennt haben, so schmerzhaft ist jetzt ihr Wiedersehen.

Und als sich die beklemmenden Vorkommnisse im Heim häufen, findet Joel ausgerechnet in Nina eine Verbündete, um dem Grauen entgegenzutreten.

Fazit:
Das Buch ist brutal ehrlich! Alle schmutzigen, perfiden Gedanken der Pfleger wurden schonungslos niedergeschrieben. Sie wünschen den Alten heimlich den Tod, möchten sie erledigen, um wieder aufzuatmen. Sie ekeln sich vor den schwachen und ausgemergelten Körpern, das Waschen und Säubern bereitet ihnen grosse Mühe. Der Leser kann den langsamen Zerfall der an Demenz erkrankten Patienten, das Vergessen, die Aggressionen, das Wiederholen, die Trauer um den Verlust hautnah miterleben. Das Buch lässt Dich erschaudern, Du bist völlig sprachlos, entsetzt und aufgebracht. Für die gründliche Recherche erhält Strandberg von mir einen Pluspunkt. Das, was er in „Das Heim“ beschreibt, ist die pure Wahrheit. Es ist das, was sich hinter den Mauern der Seniorenzentren abspielt!

Sein Schreibstil ist äusserst angenehm, mit viel Dialogen und aus der Perspektive von Joel und Nina geschrieben. Ab und zu fällt ein Kapitel unter den Titel Nebelfenn und berichtet über den Alltag im Heim.

Leider hätte die Geschichte noch viel mehr Potential gehabt. Die Verstrickung von Demenz und Übernatürlichem ist dem Autor nicht besonders gut gelungen und lässt am Ende des Romans viele unbeantwortete Fragen offen. Wahrscheinlich müsste man das Buch mehr als einmal lesen, um die Absicht Strandbergs zu verstehen. Dennoch erhält die Geschichte von mir 3,5/5 Punkten.

Das Buch ist hier erhältlich.

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag!
Eure Melanie

Ein Follow lohnt sich. #werbung #follow #bücher #geschichten

Hallo liebe Bücherfreunde,

was gibt es auf meiner Seite eigentlich zu entdecken?

Hier erfahrt ihr alles über meinen ersten Roman „One more time“, die verbotene Liebe zwischen einer Studentin und ihrem Professor. Ab und zu werde ich kürzere Kapitel oder Szenen hochladen, um mögliches Interesse zu wecken und eine breitere Leserschaft zu gewinnen.

 

Des Weiteren habt ihr Zugriff auf meine Fanfictions und Oneshots, die ich für die Pokémon-Comunity im Netz verfasse. Den Link zu meiner Seite findet ihr hier.
Ich werde euch über Updates und neue Ideen stets auf dem Laufenden halten.

Bücherrezensionen dürfen bei einer Leseratte wie mir natürlich auch nicht fehlen. Egal ob Liebesgeschichten, Thriller oder Sachbücher, bei mir gibt es die ganze Palette.

Zu guter Letzt möchte ich euch gerne mein Studienfach näherbringen. Von 2011-2017 habe ich Englische Sprachen und Literatur, Vorderasiatische Archäologie sowie Antike Kulturen und Antikekonstruktion studiert. Mittlerweile promoviere ich und strebe parallel dazu ein Zweitstudium in Theologie an, welches mir viel Freude bereitet. Gerne liefere ich euch neue Erkenntnisse und spannende Fakten zur Bibel, dem Alten Orient und dem Alten Ägypten.

Ihr seht, ein Follow lohnt sich! Ich würde mich sehr über eure Unterstützung freuen!

Alles Liebe,
Eure Melanie

Die Liebe deines Lebens #rezension

Guten Abend liebe Lesefreunde

Was für ein Tag! Wir hatten heute unsere finale Philosophiedoppelstunde und der Prüfungsstoff dehnt sich über mehr als 30 Seiten. Was ist Rationalismus, was ist Empirismus? Erklären Sie Kants Pflichtethik, was ist illokuntionär und erläutern Sie den Begriff Moral. So könnte ich mir die Fragen am Examen vorstellen. Da kommt noch einiges auf mich zu.

Natürlich möchte ich aber den Blog nicht vergessen und euch auch heute ein Buch vorstellen, welches ganz oben auf meiner Readingliste stand.

„Die Liebe deines Lebens“ (2013) von Cecelia Ahern wurde mir von meiner besten Freudnin empfohlen. Sie hat ein Händchen für Bestseller und begeistert mich immer von Neuem mit Geschichten aus dem Bereich Romance und Fantasy. Es war mein erster Roman dieser berühmten Autorin und wird bestimmt nicht mein letzter sein.
Jetzt, wo ich mir das Cover anschaue, erinnert es doch sehr stark an „Ein Tag im Dezember“, das Buch, welches ich euch vor einigen Tagen vorgestellt hatte. Von königsblau bis azur, die Silhouette eines Pärchens – und eine Laterne.

die liebe deines lebens
Der Plot nach Orell Füssli:
Adam will einfach nur, dass alles aufhört. Er ist über das Geländer der Brücke geklettert und schaut hinunter in das kalte, schwarze Wasser. Christine will einfach nur helfen. Mit einem Deal kann sie Adam vom Springen abhalten … aber wie lange?

Ein Deal auf Zeit. Es geht in diesem Roman nicht nur um die Liebe, obwohl man schon ganz früh hofft, dass aus Adam und Christine ein Paar wird, sondern, es werden auch ernste Themen angesprochen, wie Suizid und Suizidprävention. In unserer heutigen Gesellschaft finde ich es stark, dass Ahern sich für Menschen mit Sorgen, Depressionen und Zweifeln einsetzt und ihre Geschichte und das Leiden den Lesern nahebringt.

Aherns Schreibstil ist flüssig und liest sich sehr gut. Mit einer gekonnten Portion Humor hellt sie die düsteren Gedanken von Adam auf und lässt uns ab und zu schmunzeln. Sehr berührend fand ich Christines Abschiedsrede auf der Beerdigung der Mutter ihrer Freundin.

Das Buch erhält von mir 4,5/5 Sternen und ist hier erhältlich.

Ich hoffe, dass ihr alle die Liebe eures Lebens finden werdet!
Eure Melanie

Meine dunkle Seite #paranormal

Hallo zusammen

Heute wirds gruselig. Ihr lernt meine dunkle Seite kennen und wie ich auf den Geschmack gekommen bin, mich für das Paranormale, Geister und Gespenster zu interessieren.

Fangen wir doch einmal in meiner Kindheit an. Wer kennt ihn nicht? – die liebenswürdige Dogge Scooby, sein bester Freund Shaggy, Daphne, Velma und Fred. Zusammen bildeten sie die Myster Inc. Über das Alter dieser Figuren lässt sich streiten. Einige Meinungen gehen davon aus, dass es sich hierbei um eine Bande von Teenagern handelt oder „naseweisen Gören“, andere, wie ich, denken, dass sie womöglich Mitte 20 sind, das würde eher meinem Alter entsprechen (am Sonntag werde ich 27 – wie die Zeit vergeht…). So, ich lenke schon wieder vom Thema ab. Also, wie die meisten von euch wissen, ging es in den Scooby-Doo-Episoden meistens darum, üble Schlingel und Hexen, Zombies, Vampire und schelmische Kleinkriminelle zu demaskieren. Oft verbarg sich hinter einer gruseligen Fratze ein Banker, der pleite gegangen ist, eine eifersüchtige Nachbarin oder der Onkel, der seiner Nichte das Erbe nicht gönnte.
Erinnert ihr euch noch an diese düsteren Kostüme und die schrillen Töne, die für Gänsehaut sorgten?

Hier ein Beispiel eines meiner Lieblingsschurken aus der Episode „Vampire Bats and Scaredy Cats“

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Leider entwickelten sich die Gegenspieler im Laufe der Jahre zu schrecklichen Karikaturen mit parodistischer Aufmachung. Der ganze Gruselfaktor geht dadurch verloren und büsst eine Unmenge Charme ein. Dieses beklemmende Gefühl, untermalt mit spitzen Tönen, verpassen die neuen Generationen von Kindern, die sich die Serie anschauen. Was ich allerdings mehr als gelungen finde, sind einige der Zeichentrickfilme, wie „Das Geheimnis der Hexe“ oder die „Scooby Cyber-Jagd“.

Etwas zum Fürchten gab es nicht nur im TV. Bei mir zu Hause findet ihr über 100 Bände vom Schockautor R. L. Stine. Früher habe ich die „Gänsehaut“-Romane verschlungen, sie hatten immer diesen besonderen Twist am Ende der Geschichte. Am liebsten gefielen mir die Stories um Slappy, die sprechende Puppe, aber auch „Die unheimliche Kuckucksuhr“ gehört zu meinen Favoriten. Als ich etwas älter wurde, versuchte ich mich an der Fear-Street-Serie und wurde nur selten enttäuscht. Eine Geschichte gefiel mir so gut, dass ich mit elf Jahren ein Drehbuch dazu verfasst habe.

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Das zog sich lange so hin. Alles, was mit paranormalen Phänomenen zu tun hatte, wurde von mir gelesen und geschaut. 2012 wagte ich mich dann an meine ersten Horrorfilme und fing mit „Scream“ an. Na gut, wenn man ihn das erste Mal schaut, ist er doch ganz witzig und die Idee finde ich „spritzig“ umgesetzt, aber jetzt hilft er mir höchstens noch beim Einschlafen. Einen Horrorstreifen, den ich wirklich hervorheben möchte, ist „The Orphan“ mit der damals noch kleinen Isabelle Fuhrman. Das hat mich echt von den Socken gehauen und mit dem Ende hätte ich niemals gerechnet. Vielleicht sympathisiere ich mit der Figur Esther, weil wir uns ein wenig ähnlich sehen:

Original:                                     Ich:

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In meiner Rubrik #paranormal möchte ich euch vor allem eine Serie ans Herz legen:
„Ghost Adventures“, moderiert von Zak Bagans. Normalerweise würdert ihr nie von mir hören, dass ich einen Mann schön, attraktiv oder gutaussehend finde, aber Bagans is a truly hot man. Während den ersten paar Staffeln war er mit Aaron und Nick unterwegs, doch die Zeiten änderten sich. Mittlerweile reist er mit Aaron, Billy und Jay an heimgesuchte Spukorte der USA und riskiert Kopf und Kragen. Einige Episoden sind sehr unterhaltsam, wenn man an Geister glaubt. Mit dem richtigen Equipment ausgestattet, versuchen sie Stimmen aus dem Jenseits zu hören. Manchmal macht ihnen jedoch ein Poltergeist einen Strich durch die Rechnung.

Falls ihr mal Lust habt, reinzuschauen, hier eine Episode, die ich wirklich allen Neuankömmlingen empfehle:

Und bitte vergesst nicht: Ghosts don’t play by the rule – neither do we!

Eine schöne Auswahl and Gänsehaut und Fear-Street-Büchern gibt es hier.
War das ein Schatten oder spielen mir meine Augen einen Streich?
Eure Melanie

Ein Tag im Dezember #rezension

Guten Abend liebe Lesefreunde

Endlich geschafft! Fast 500 Seiten packende Spannung. Heute stelle ich euch
„Ein Tag im Dezember“ von Josie Silver vor, erschienen bei Heyne (2018).

Wieso ich dieses Buch gewählt habe? – Ich weiss, man sollte nie nach dem Cover urteilen, aber diese ineinanderfliessenden Blautöne, der Schattenriss eines Pärchens, das muss doch ein richtiger Romantik-Knüller sein! – und damit lag ich nicht falsch. Ich konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen, die Story ist fesselnd, bietet viele Höhen und Tiefen und lässt den Leser bis zum Ende hoffen und bangen. Mich hat es überzeugt und wer Love, Rosie von Cecelia Ahern mochte, wird diese Geschichte genauso lieben.

eintag.jpg Inhalt gemäss Orell Füssli:
Jack und Laurie begegnen sich an einem kalten Dezembertag. Es fühlt sich an, als wäre es die grosse Liebe, doch dann verpassen sie den richtigen Zeitpunkt um ein paar Sekunden. Erst ein Jahr später treffen sie sich endlich wieder, aber mittlerweile ist Jack mit Sarah zusammen, Lauries bester Freundin, und ihre Liebe scheint unmöglich. Was bleibt, ist eine Freundschaft, die über Jahre hält, in der sie einander Geheimnisse und Träume anvertrauen. Eine Freundschaft, die ihnen Halt gibt, auch wenn alles andere aus dem Ruder läuft. Aber so richtig vergessen können sie ihre Gefühle füreinander nie …

Silver stellt uns viele quirlige Figuren vor, da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Laurie, die in ihrem Leben noch nicht richtig Fuss gefasst hat, Sarah, die ausgeflippte WG-Mitbewohnerin, Jack, der Bus Boy und Oscar, ein Traummann direkt aus dem Meer (?).  Da ich seit längerer Zeit ausschliesslich Liebesromane oder Psychothriller lese, waren meine Erwartungen dementsprechend hoch – und ich wurde nicht enttäuscht. Natürlich zieht es sich manchmal etwas in die Länge und man denkt sich: Nein, bitte nicht schon wieder ein potentieller Anwärter/potentielle Anwärterin für die wahre Liebe – aber im Grossen und Ganzen liest es sich flüssig und mit viel Humor. Die Geschichte sorgt für Aufregung, Nägelbeissen, Verwirrung, Herzschmerz, facepalms und Erleichterung.

„Für Aussenstehende muss es ein oscarreifer sechzig Sekunden langer Stummfilm gewesen sein. Wenn mich künftig jemand fragt, ob ich mich schon einmal auf den ersten Blick verliebt habe, muss ich bejahen – eine wundervolle Minute lang am 21. Dezember 2008.“

Von mir erhält das Buch 4/5 Sternen.

Der Roman ist hier erhältlich.

Glaubt ihr an die Liebe auf den ersten Blick?
Eure Melanie

Nur noch ein einziges Mal #rezension

Guten Abend liebe Lesefreunde

Heute habe ich fünfeinhalb Stunden eine Zusammenfassung für die anstehende Philosophieprüfung geschrieben – jetzt bin ich komplett ausgelaugt und froh, dass mir nur noch ein einziges Kapitel über die „Sprachphilosophie“ fehlt.

Damit ich mit dem Blog nicht in Verzug komme, stelle ich euch ein weiteres Buch meiner Lieblingsautorin Colleen Hoover vor:
Nur noch ein einziges Mal (engl. Originaltitel: It ends with us)
(erschienen 2016 bei Atria Books)

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Es war mein zweiter Roman der amerikanischen Autorin und diese Geschichte hat es wirklich in sich! Es ist eine wilde Achterbahnfahrt der Gefühle und verarbeitet ein brisantes Thema: häusliche Gewalt!

Inhalt gemäss Orell Füssli:

Als Lily Ryle kennenlernt, scheinen all ihre Träume wahr zu werden: eine neue Stadt, der erste Job und dann noch Ryle – überaus attraktiv, überaus wohlhabend und überaus erfolgreich. Vergessen scheint Lilys schwierige Kindheit. Vergessen auch Atlas, ihre erste Liebe, der gegenüber von Lily squattete – bis ihr Vater die beiden erwischte und Atlas von heute auf morgen verschwand. Und dann steht Atlas auf einmal vor ihr. Als Ryle von ihrer gemeinsamen Vorgeschichte erfährt, weckt dies seine Eifersucht …

Eine solche Lektüre war mir bis dato unbekannt. Um ehrlich zu sein, als ich das Buch im Handel gekauft habe, erhoffte ich mir eine weitere Liebesgeschichte, wie die von Will und Layken. Böse Überraschung! Von Anfang an war mir klar, dass Ryle doch nicht der Vorzeigeschwiegersohn sein kann. Seine Ausdrucksweise und direkte Art hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Seine Reaktion auf gewisse Situationen, auch wenn der Ursprung seiner Aggressionen im Laufe des Romans geklärt werden, sind unverzeihlich und unmoralisch. Das Buch schockiert und begeistert. Denn wieder einmal hat sich Colleen selbst übertroffen. Man sympathisiert sofort mit Atlas und wünscht sich ein Happy End für ihn und Lily. Gekonnt zieht Hoover die Fäden der Protagonisten, lässt sie lieben und leiden.

Falls ihr vorhabt dieses Buch zu lesen: Achtet doch mal auf den englischen Originaltitel „It ends with us“. Eine Freundin von mir hat mir die Wahl dieser Botschaft erklärt und sie trifft damit völlig ins Schwarze. Die Geschichte erhält von mir 5/5 Sternen.

Nach einem Tag voller Philosophie entdeckt man auch in einem tollen und spannenden Roman tiefsinnge Zitate. Hier eine kleine Auswahl aus dem englischen Original, die zum Nachdenken anregen:

“I feel like everyone fakes who they really are, when deep down we’re all equal amounts of screwed up. Some of us are just better at hiding it than others.”
“I think that’s one of the biggest signs a person has matured—knowing how to appreciate things that matter to others, even if they don’t matter very much to you.”
“It’s not a person’s actions that hurt the most. It’s the love. If there was no love attached to the action, the pain would be a little easier to bear. He”

Das Buch gibt es hier.

Immer weiterschwimmen!
Eure Melanie

 

Die Party und Escape Room #rezension #aufbüchersuche #thriller

Guten Abend liebe Lesefreunde

Wer von euch kennt den Film „Cube“ (1997)? Sechs sich völlig fremde Menschen wachen in einem überdimensionalen Würfel auf und müssen mit Köpfchen und mathematischem Know-how den Ausgang finden. Zunächst ziehen alle am gleichen Strang, man will aus diesen 17’576 Räumen so schnell wie möglich in die Freiheit gelangen. Doch schon bald wendet sich das Blatt, die Spannung ist zum Greifen nah, die Stimmung kippt. Aus Vertrauen wird Misstrauen, die Enge und klaustrophobischen Zustände treiben die Charaktere in den Wahnsinn. Wie der Film endet, verrate ich euch nicht, aber wer Nervenkitzel, Rätsel und Sci-Fi mag, sollte sich „Cube“ ansehen.

Wieso habe ich euch kurz den Film vorgestellt? – Eines meiner Lieblingsmotive auf der Leinwand und in Büchern ist folgendes:

Einige Menschen, die sich kennen oder auch nicht, wachen in einem Raum, in einer Villa, im Park oder auf einer Insel auf und versuchen sich einen Weg aus dem temporären „Gefängnis“ zu bahnen. Die Flucht gelingt ihnen teilweise nur, wenn sie ein Rätsel lösen können oder den Mord an einer weiteren Figur aufklären.

Ich habe im Buchhandel nach solchen Geschichten gesucht und bin auf diese zwei gestossen:

die party

Beschreibung gemäss Orell Füssli (hier erhältlich):
Es ist der 31. Oktober – Halloween: Zehn Jugendfreunde freuen sich auf ein Wiedersehen nach vielen Jahren. Brandon, der elfte im Bund, hat sie alle in einen Glasbungalow geladen, der sich auf einem Felsplateau hoch über dunklen Wäldern erhebt. Auf dieser Party will Brandon die Zeit der achtziger Jahre aufleben lassen – was damit beginnt, dass alle ihre Handys abgeben müssen. Doch als die Freunde begrüsst werden, überschlagen sich die Ereignisse. Aus einem vermeintlichen Schockeffekt wird tödlicher Ernst: Ein Kronleuchter löst sich von der Decke und begräbt den Gastgeber unter sich. Ein tragischer Unfall. Oder? In diesem Moment wird der Gesellschaft klar: Unter ihnen ist ein Killer. Die Party beginnt … ihre letzte Party!

Eine verstrickte Geschichte, viele Plottwists, etwas Verwirrung und zehn ahnungslose Jugendfreunde. Von mir erhält das Buch 4/5 Sternen.

escape room.jpg

Hier erhältlich.

Seht euch nur schon mal das Cover von „Escape Room“ an. Es wirkt einladend, jedenfalls für meinen Geschmack. Ich habe mir viel von diesem Roman erhofft. Das Konzept stimmt. Morgan Sheppard wacht mit fünf Fremden in einem Hotelzimmer auf. Da er sich Jahrelang als falschen „Superdetektiv“ ausgegeben hat, verlangt die Pferdemaske im TV, dass er aufhört, die Menge zu täuschen und den Mord an der Leiche im Badezimmer aufklärt. Sollte er es nicht innerhalb von drei Stunden schaffen, fliegt das Hotel, in dem sich die Unbekannten befinden, in die Luft. Spannung garantiert. Was mir sofort aufgefallen ist, da ich mittlerweile „Cube“ in- und auswändig kenne, sind die Zitate, die teilwiese Eins-zu-eins aus dem Film übernommen wurden. Das Buch erhält von mir 3.5/5 Sternen, da es Dich zu Beginn fesselt, die Begeisterung jedoch schnell schwindet.

Nun seid Ihr gefragt:

Kenn Ihr Romane, Thriller, Psychospiel-Geschichten etc., die mit demselben Motiv arbeiten? Ich fasse nochmals zusammen:

Fremde/Bekannte, eingeschlossen in einem Haus/Villa/auf einer Insel/Vergnügungspark/Stadt, Rätsel lösen/Flucht ergreifen/Ausgang finden.

Für Vorschläge wäre ich euch sehr dankbar!

Alles Gute
Eure Melanie